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Kreative Köpfe auf historischem Boden

"Voll belegt" ist das "Labor Phoenix", freut sich Susanne Schamp. Dass hinter den Mauern des "Labors" keine Forscher, dafür aber viel Ungewöhnliches für den Dortmunder "Techno Park II" auf Phoenix West steckt, will die Städteplanerin am 18. April bei einer offiziellen Eröffnung vorstellen.

Schamp und ihr Partner Richard Schmalöer haben den denkmalgeschützten Industriebau Konrad-Adenauer-Allee 10 (1400 qm Nutzfläche) erworben, umgebaut und nutzen ihn selbst für ihr Architektenbüro Schamp & Schmalöer. Aber: es gibt weitere Nutzer, die das "Labor Phoenix" Mitte April offiziell zum Leben erwecken. Entgegen urpsprünglichen Planungen gehört das Institut für Mikrosensorik der Fachhochschule Dortmund nicht mehr zu den Mietern und Nutzern des Hauses gegenüber der MST-Factory (siehe Kasten).

Die Labor-Mischung ist experimentell und für einen Techno Park ausgesprochen ungewöhnlich: "Eine etwas andere Steuerberatung" richtet Karin Henze ein; Michael Arndt siedelt seine Medientechnik für Auge und Ohr dort an; die Weinspezialisten von "WinzerWerk" und "Punto final machen auf Phoenix ein Fass auf;"

Interieur für mehr Arbeits- und Lebensqualität verspricht Uta Ortwein von "pur.buero", Clementine Wendt zieht mit der Schule "Yoga in Dortmund" ein; Massagen will Michelle Amecke anbieten und zumindestens zeitweise kreist dank Galerist Axel Schöber Kunst im "orbit".

Niemand müsse befürchten, dass es bei der Entwicklung des Areals zum Ansiedlungs-Wild-West komme. Das "Labor Phoenix" werde ein Unikat bleiben, unterstreicht Susanne Schamp, die mit ihrem Partner Richard Schmalöer ihre Diplomarbeit 1992 über die Zukunft von Phoenix Ost und West geschrieben hatte. Damals dachten die beiden kreativen und für ihre Arbeit ausgezeichneten Städteplaner den See auf Phoenix West und neue Flächen für Industrie und Gewerbe im Osten.

"Wir denken daran, bei Bedarf ein zweites Gebäude hinter dem jetzigen zu errichten", blickt Susanne Schamp optimistisch in die Zukunft; das Grundstück für eine Erweiterung sei vorhanden. Im Backstein-Zwillingbau neben dem "Labor Phoenix" arbeitet das Ingenieurbüro Warns - Löschmann + Partner.

WAZ Dortmund, 18.03.2008, Von Klaus Buske

Anmerkung des Webmasters: Seit 2008 haben einige Mieter gewechselt, so dass die im Artikel genannten Firmen nicht mehr alle im Labor Phoenix zu finden sind.